Schon seit mehrerenJahren fahren einige Mitglieder des LSVH am Anfang des Jahres, vor dem Saisonbeginn in Hünsborn, nach Zell am See (Österreich) um dort Alpensegelflug zu betreiben.

Was ist das besondere am Fliegen in den Alpen?

Neben der tollen Aussicht wird in den Alpen vor allem sogenannter Wellensegelflug (Wellenflug) durchgeführt.

Flug in den Alpen

Beim Wellenflug werden sogenannte Leewellen auf der windabgewandten Seite (Lee) eines Hindernisses. Beim Überströmen eines Bergrückens wird die Luft vertikal nach oben ausgelenkt. Die Luft wird dabei in Schwingung versetzt, da die Luftmassen wieder in einen Gleichgewichtszustand streben. Weitere Informationen dazu findet man hier.

Segelflieger erkennen diese Wetterlagen häufig an den charakteristischen Lenticulariswolken.

Lenticularis Wolke

Anders als beim Thermikflug sind im Wellenflug wesentlich größere Höhen zu erreichen.  Daher ist es immer erforderlich, dass Sauerstoff mit in das Flugzeug genommen wird, da durch die „dünner“ werdende Luft immer weniger Sauerstoff eingeatmet wird. Dabei besteht sogar die Gefahr, dass Piloten ohnmächtig werden.

Aufgrund der Höhe ist es außerdem wichtig warme Kleidung anzuziehen, da es alle 100m ca. 0,7 Grad kälter wird.

Schematische Darstellung der Entstehung von Leewellen

Die Teilnehmer der Fahrt nach Zell am See nutzen die Gelegenheit, um die Besonderheiten des Wellenfluges kennenzulernen und zu trainieren. Außerdem ergibt sich dadurch die Möglichkeit früher in die Saison zu starten und größere Strecken zu fliegen. Aufgrund der Besonderheiten des Alpenfluges und des Wellenfluges sind immer erfahrene Fluglehrer mit vor Ort und können Neulinge vor Ort einweisen bevor diese alleine in die Luft  dürfen.

Kurz vor dem Start in Zell am See

Die Schönheit der Natur bleibt allen Teilnehmer dabei in besonderer Erinnerung.

Kitzsteinhorn

Zell am See