Weltmeistertitel für Hünsborn!

Ein außergewöhnlicher Erfolg für den Luftsportverein Hünsborn! Unser erster Vorsitzender und Vereinskamerad Tobias Ohlig ist Weltmeister im Segelkunstflug!
Bei der 15. FAI World Advanced Glider Aerobatic Championship im französischen Fayence setzte sich Tobias in der Klasse Advanced gegen die internationale Konkurrenz durch und sicherte sich den 1. Platz. Damit geht der Weltmeistertitel im Segelkunstflug nach Hünsborn.

Die Weltmeisterschaft fand vom 2. bis 12. September 2026 in Fayence statt. In der Advanced-Klasse dominierte Deutschland das Podium: Hinter Tobias Ohlig belegten Nick Charly Weiss und Stefan Zistler die Plätze zwei und drei. Auch die deutsche Mannschaft holte den Weltmeistertitel in der Teamwertung.

Für unseren Verein ist dieser Erfolg etwas ganz Besonderes. Wir gratulieren Tobias ganz herzlich zu dieser herausragenden Leistung und sind unglaublich stolz, diesen Weltmeistertitel nun in Hünsborn zuhause zu haben!
Herzlichen Glückwunsch, Tobias!
Wir sind stolz auf dich!

Fotos:@skytribe / @airsports.fai

Landesmeisterschaften im Segelkunstflug in Hünsborn

​Vom 26. Juli bis zum 1. August 2026 war der Flugplatz Hünsborn Schauplatz der offenen Landesmeisterschaften im Segelkunstflug. Nach fast 30 Jahren Pause kehrte dieser hochkarätige Wettbewerb zurück in das Sauerland.

​31 Pilotinnen und Piloten zeigten in den Klassen „Sportsman“, „Advanced“ und „Unlimited“ ihr Können. Ob Loopings, Rollen oder anspruchsvolle unbekannte Pflichtfiguren, die Zuschauer erlebten Präzision am Himmel, bei der jeder Flugmeter in der 1-Kilometer-Box zählte.

​Der Erfolg der Woche ist vor allem der großartigen Gemeinschaft des LSV Hünsborn zu verdanken. Von den Schlepppiloten bis zur Organisation am Boden haben unsere Mitglieder mit vollem Einsatz dafür gesorgt, dass dieser Wettbewerb reibungslos und in einer fairen, familiären Atmosphäre über die Bühne ging. Wir sind stolz auf diese Teamleistung!

Die Ergebnisse:

​Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihren beeindruckenden Leistungen! Hier sind die Podestplätze der drei Wettbewerbsklassen:

Klasse „Sportsman“

  1. ​Daniel Welling
  2. ​Gerald Schegk
  3. ​Jun Takahata

Klasse „Advanced“

  1. ​Andre Kubasik
  2. ​Nora Geusen
  3. ​Oliver Frank

Klasse „Unlimited“

  1. ​Wolfgang Schieck
  2. ​Robin Kemter
  3. ​Gisbert Leimkühler

Sunrise-Fliegen am Flugplatz Hünsborn

Früh aufstehen hat sich gelohnt: Bei bestem Wetter trafen sich einige unserer Pilotinnen und Piloten bereits in den frühen Morgenstunden des 12. Juli zu einem gemeinsamen Sunrise-Fliegen. Die aufgehende Sonne über dem Sauerland, ruhige Luft und die besondere Stimmung machten die Starts zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die schönsten Eindrücke haben wir in der folgenden Bildergalerie zusammengestellt. Viel Freude beim Anschauen!

Von Hünsborn bis Italien – Aeroclub Sommertour 2025

Mit den ersten warmen Tagen wächst auch wieder die Lust auf längere Flüge und kleine Abenteuer. Wir werfen einen Blick zurück auf die Sommertour 2025. Viel Freude beim Lesen des persönlichen Reiseberichts unseres Vereinsmitglieds Ingo Buchwald.

Italien im 3. Anlauf

Es war zum Verzweifeln. Bereits zweimal hatte eine Gruppe von Echo- und Ultraleichtfliegern aus ganz NRW in den letzten Jahren versucht, über die Alpen Richtung Italien zu kommen. Trotz bester Absichten hatte immer das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch diesmal war Petrus milde gestimmt. Und somit konnten sich die 20 Piloten und Pilotinnen samt LSVH-Mitglied Ingo Buchwald endlich Mitte Juli auf den Weg machen. 

Die Sommertour startete diesmal in Leutkirch im Allgäu. Von dort aus sollte auch der Einstieg in die Alpen gelingen. Eine der bekanntesten sogenannten ‚GAFOR‘-Routen durch die Alpen führt über Innsbruck, dann südlich über den Brenner-Pass. Dichte Bewölkung lag auf den Bergspitzen und machte den ersten Teil der Alpenüberquerung durch die Täler eher ’spannend‘. Doch je mehr sich die 2 Flieger-Formationen aus ‚Echos‘ und ‚Ultraleichtfliegern‘ dem wunderschönen Südtirol näherten, desto besser wurde das Wetter. Belohnt wurden die Formationen nach ihrer ersten Landung in Trient (Trento) mit Sonnenschein und sommerlichen 30 Grad Lufttemperatur. 

Eigentlich war geplant, sofort weiter Richtung Süden zu fliegen, doch der Gardasee war verlockend nahe. Also kurz umgeplant, und nach dem Start einen ausgiebigen Schlenker über den Gardasee geflogen, der aus der Luft noch einmal so beeindruckend war. Der weitere Flug führte an Verona vorbei bis zum Flugplatz Ozzano in der Nähe von Bologna. Weil Gewitter vorhergesagt waren, entschied sich die Truppe, noch eine weitere Nacht in der wirklich sehenswerten Metropole zu bleiben. Dass die italienische Kulinarik nicht zu kurz blieb, war selbstverständlich. 

Am nächsten Morgen sollte es noch ein Stück weiter südlich gehen, bis in die Nähe von Pisa. Manchmal hätte man im Flug stehen bleiben wollen, denn die Landschaft sieht in Wirklichkeit tatsächlich genau so aus, wie man sich die Toskana eben so vorstellt. Nach einer ausgiebigen Pause wurde Kurs Nord-Ost genommen, wunderbar an der italienischen Ostküste entlang, bis zum Tagesziel Venedig. Im Queranflug auf den Flugplatz Lido fliegt man tatsächlich direkt auf Venedig zu, und Ingo musste aufpassen, vor lauter Begeisterung und Fotografieren auch noch den Endanflug ordentlich einzuleiten. Der Flugplatz Lido ist tatsächlich eine Geschichte für sich. Das gepflegte Empfangsgebäude aus den 1930er Jahren versetzt jeden Besucher in eine vergangene Zeit. Passend dazu kam, daß die Firma Junkers Aircraft genau an diesen Tagen eine Vertriebsveranstaltung am Platz organisierte. Wer bekommt schon mal gleich 3 Stück Junkers F13  (das sind die, wo nur die Passagiere in der Kabine saßen, die Piloten saßen draußen!) und Junkers A50 zu sehen. Und das nicht nur am Boden, sondern auch fliegend!

Weiter ging es östlich der Adria entlang, vorbei an der Hafenstadt Triest, bis nach Kroatien. Genauer gesagt nach Vrsar in Istrien. Hier belohnte der spektakuläre Endanflug über den Limfjord auf die Piste ’36‘ des lokalen Flughafens. 

Das südlichste Leg der Reise sollte das wahrscheinlich auch sehenswerteste sein. Die Truppe flog entspannt an der kroatischen Küste entlang. Mit seinen gefühlt tausend vorgelagerten Inseln und ‚Inselchen‘ bietet die Küste einen spektakulären Anblick für die Piloten. Glasklares, türkisblaues Wasser kann in der Karibik nicht besser sein. Der Flug führte an Split vorbei bis zur Insel Hvar. Dass die Insel eine wunderschöne Hafen-Altstadt hat, scheint sich nicht nur bei Jacht-Besitzern, sondern auch vielen jungen Party-People herumgesprochen zu haben. 

Leider näherte sich die Tour auch schon wieder dem Ende zu, und mit Zwischenstopps in Vrsar und Trient ging es auch schon wieder Richtung Heimat. Diesmal zeigten sich die Alpen von ihrer allerschönsten Seite, mit viel Sonnenschein und kaum Bewölkung. So macht Alpen-Fliegen richtig Spaß und macht ganz viel Lust auf die nächsten Touren durch die Berge. Beim 3. Versuch hat Italien geklappt, und es soll nach dieser Tour nicht das letzte Mal sein!

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