Winterwanderung des LSVH führte in Gründungswirtschaft

Bei schönstem Wanderwetter führte die traditionelle Winterwanderung die hünsborner Flieger in die Gründungswirtschaft des fusionierten Luftsportvereins.

Erste Winterwanderung als „LSV Hünsborn“

Zahlreiche Pausen während der Wanderung dienten der „Stärkung“.

Die Ursprungsvereine des hünsborner Flugplatzes führten schon seit Jahren Wanderungen durch. Diese fanden allerdings immer getrennt und meist zu unterschiedlichen Terminen statt. Seit dem Beginn der Fusionsbemühungen trafen sich die Flugvereine dann zu einer gemeinsamen Wanderung. Die diesjährige Winterwanderung war dennoch eine Premiere, war sie doch die erste Wanderung des gemeinsamen Vereins.

Ziel der Wanderung stand schnell fest

Gegessen wurde im selben Saal, in dem auch die Fusion zum LSVH beschlossen wurde.

Die Gründungswirtschaft des LSVH, der Gasthof „Zu den Dreikönigen“ in Hünsborn, drängte sich schnell als Ziel auf. Und so führte die Wanderroute die Flieger in einem Bogen um den Flugplatz und die Ortschaft herum, um dann nach drei Stunden zurück ins Ortszentrum zu führen. Bei gutbürgerlichem Essen und in geselliger Runde ließen die ca. 50 Wanderer den Abend dann gemütlich ausklingen.

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Mit Fassungslosigkeit haben die Mitglieder des LSV Hünsborn e.V. vom gestrigen Anschlag in Berlin erfahren. Wir trauern um die Opfer des schrecklichen Ereignisses und sind in Gedanken bei Verletzten und Angehörigen.

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Men at work – Winterarbeiten

Nachdem unsere Flugsaison früher als geplant ein jähes Ende fand (Flugplatz unbenutzbar), nutzen die Mitglieder des LSV Hünsborn die Zeit nun für anstehende Winterarbeiten.

Unsere Flugzeuge werden für die Überprüfung zerlegt.

Unsere Flugzeuge werden für die Überprüfung zerlegt.

Überprüfungen

Nahezu alle Flugzeuge unseres Vereins werden über die Wintermonate technisch überprüft und gegebenenfalls überholt. Wenn irgendwo auf der Welt Probleme mit einem Flugzeugtypen auftreten (z.B. nach Zwischenfällen), dann müssen sämtliche Flugzeuge dieses Typs modifiziert werden. Denn in der Luftfahrt steht die Sicherheit stets an erster Stelle.

Auch die Rettungsfallschirme für unsere Segelflugzeuge müssen jährlich überprüft und alle vier Monate neu gepackt werden. Die Überprüfung wird dann in das sogenannte „Packheft“ eingetragen und durch Stempel Dokumentiert. Um die Fallschirme packen zu dürfen, benötigt man eine spezielle Lizenz. Helfen dürfen aber alle.

Fallschirm mit Packheft. Um solche Schirme packen zu dürfen, ist eine entsprechende Lizenz notwendig.

Fallschirm mit Packheft. Um solche Schirme packen zu dürfen, ist eine entsprechende Lizenz notwendig.

Verantwortung übernehmen

Selbst die Jüngsten helfen mit.

Selbst die Jüngsten helfen mit.

Nachdem die Überprüfungen beendet sind, werden alle Flugzeuge gewaschen und poliert. Spätestens bei diesen Arbeiten kann jeder im Verein mit anpacken. Selbst die jüngsten Mitglieder können unter Anweisung unseres technischen Leiters mithelfen. So lernen unsere Flugschüler während ihrer Flugausbildung nicht nur das Fliegen, sondern auch Verantwortung zu übernehmen. Viele der Fertigkeiten die sie beim Luftsport lernen, können unsere Mitglieder auch im Alltag einsetzen. Umgekehrt bringt jeder eigene Fähigkeiten mit in den Verein ein.

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Jäger aus dem Kreis Olpe helfen den Fliegern

Nach weiteren Verwüstungen des hünsborner Fluggeländes durch Wildschweine sehen sich die Verantwortlichen der Flugplatzgemeinschaft nun gezwungen, die Flugsaison für den Luftsportverein Hünsborn vorzeitig zu beenden.

Wieder verwüsten Wildschweine die Bahn des Flugplatzes Hünsborn

Wieder verwüsten Wildschweine die Bahn des Flugplatzes Hünsborn

Flugplatz unbenutzbar

Arne Buch, Stellvertreter des luftrechtlichen Platzhalters, ist außer sich: „Der Flugplatz sieht an einigen Stellen aus wie ein frisch gepflügter Acker. Flugbetrieb ist hier dieses Jahr nicht mehr möglich.“ Landeanfragen platzfremder Piloten müssen konsequent abgelehnt werden. Ebenso sieht es mit Rundfluganfragen aus. „Der Flugplatz ist unbenutzbar.“

Für die Piloten des Flugplatzes heißt es nun, zunächst kreative Lösungen für das Wildschweinproblem zu finden. „Die nachtaktiven Wildschweine mögen kein grelles Licht“, weiß Markus Brinker, 1. Vorsitzender des Luftsportvereins Hünsborn. Und so fährt er jeden Abend auf den Flugplatz und verteilt Warnblitzlichter auf der 1000 Meter langen Bahn, in der Hoffnung, dass am nächsten Morgen keine neuen Schäden zu finden sind.

Starten und Landen unmöglich

Starten und Landen unmöglich

Unerwartete Hilfe

Auch von unerwarteter Seite kommt Hilfe: Michael Kotula und Stefan Göckeler, beides Jäger mit einer Pacht in Gerlingen, stellen jeweils 500m Weidezaun zur Verfügung. Damit hoffen die Flieger zumindest die am schlimmsten betroffenen Bereiche des Flugplatzes vor weiteren Flurschäden zu schützen. Stefan Göckeler will darüber hinaus schweres Gerät zur Verfügung stellen, um den Platz wiederherzurichten.

Mittelfristig rechnen die Mitglieder des Vereins mit hohen Kosten für einen entsprechend dimensionierten Zaun nebst Weidezaungerät, um diesen unter Spannung zu setzen. Woher das Geld für den Zaun kommt, darüber möchte der Geschäftsführer des Flugplatzes lieber nicht nachdenken.

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Gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr

Die Mitglieder des Luftsportvereins Hünsborn sind in diesem Jahr wiederholt Opfer von Wildschäden durch Wildschweine geworden. Auf der Suche nach Futter verwüsteten die Tiere sicherheitskritische Bereiche des hünsborner Flugfeldes.

Flugleiter musste Flugbetrieb aussetzen

Bei solchen Platzverhältnissen bleibt dem Flugleiter keine Wahl: Flugbetrieb unmöglich!

Bei solchen Platzverhältnissen bleibt dem Flugleiter keine Wahl: Flugbetrieb unmöglich!

Fünfmal schon musste der Flugleiter den Flugbetrieb aussetzen, weil das Fluggelände unbenutzbar war. „Hätten Personen einen solchen Schaden verursacht, könnte man sie wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr anzeigen“, merkt Arne Buch, Rechtsanwalt und 2. Vorsitzender des Luftsportvereins, an.

Zu Unfällen ist es beim Flugbetrieb zum Glück noch nicht gekommen. „Sollten wir ein Loch übersehen, wäre der Materialschaden noch das geringste Problem“, gibt Platzwart Jens Bitterlich zu denken.

Platzwart kommt mit dem Ausbessern  der Wildschäden kaum nach

Auch am vergangenen Wochenende konnte der Flugbetrieb nur sehr eingeschränkt stattfinden, weil die Wildschweine über Nacht gewütet hatten. Dies ist besonders schmerzlich, da sich die Flugsaison bald dem Ende neigt.

Fast regelmäßig muss der Vorstand des Vereins nun zur Mithilfe bei den Ausbesserungsarbeiten auf dem Fluggelände aufrufen. Die Mitglieder des Luftsportvereins Hünsborn helfen gern, da sie für den Erhalt ihrer Fluglizenzen dringend Starts benötigen. Aber vielen erscheint es wie ein Kampf gegen die sprichwörtlichen Windmühlen.

Luftaufnahme der jüngsten Wildschäden. Das weiße Kreuz signalisiert anfliegenden Piloten die Sperrung der Landebahn.

Luftaufnahme der jüngsten Wildschäden. Das weiße Kreuz signalisiert anfliegenden Piloten die Sperrung der Landebahn.

Volksinitiative „Jagdrecht“ sammelte 120.000 Unterschriften

Gegen die aktuelle Wildschweinplage können nur die Jäger etwas unternehmen, jedoch sind ihnen durch das neue Landesjagdgesetz die Hände gebunden. Denn dieses schränkt die Bejagungsmöglichkeiten von Wildschweinen stark ein.

Mit einer Volksinitiative wandten sich nun 120.000 Bürger Nordrhein-Westfalens an ihre Landesregierung. Sie wird sich nun noch einmal mit dem im Frühjahr 2015 verabschiedeten Jagdgesetz der rot-grünen Koalition auseinandersetzen müssen.

Auf die Flieger in Hünsborn kommen je nach Ausgang der Initiative große Kosten zu: Um das Fluggelände vor weiterer Verwüstung zu schützen, erwägen sie nun die Errichtung einer Einzäunung. Diese würde allerdings nicht nur die Wildschweine, sondern auch Wanderer und Ski-Langläufer, welche den Flugplatz während der Woche nutzen, vom Gelände fernhalten.

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