Nach einigen Jahren haben sich eine handvoll Mitglieder dazu entschlossen die Fliegerklause erneut zu eröffnen. Ab dem 6. April 2019 kann man den Flugbetrieb am Wochenende und an Feiertagen wieder mit Snacks und Getränken auf der Besucherterrasse mit angrenzendem Kinderspielplatz des ehemaligen Vereinsheims „Freudenberg“ verfolgen.
Angeboten werden diverse Heiß- und Kaltgetränke sowie verschiedene kleine deftige und süße Snacks zu familienfreundlichen Preisen. Für die heißen Tage wird es auch Eis geben. An manchen Tagen werden frische Waffeln gebacken oder Bratwürstchen gegrillt.
Öffnungszeiten
Geöffnet hat die Fliegerklause an jedem Wochenende und Feiertag mit Flugbetrieb in der Flugsaison von Anfang April bis Anfang November.
Samstags: 13:00 – 19:00 Uhr
Sonntags: 10:00 – 19:00 Uhr
Feiertags: 10:00 – 19:00 Uhr
Unsere Fliegerklause ist ein ideales Ausflugsziel für Sonntagsspaziergänge und für all jene, die gerne den Trubel am Flugplatz beobachten. Wer eine größere Gruppentour plant, kann uns gerne kontaktieren, damit wir uns perfekt vorbereiten können.
Wir freuen uns, schon bald viele Besucher in unserer Fliegerklause begrüßen zu dürfen!
Am 24. Februar fand im Gasthof zu den Dreikönigen in Hünsborn die Jahreshauptversammlung des Luftsportvereins Hünsborn e.V. (LSVH) statt. Im Vorstand gibt es jetzt einige neue Gesichter. Timo Wirtz ist der neue zweite Vorsitzende des LSVH. Bereits 2018 hat Johannes Depenbusch das Amt des ersten Vorsitzenden übernommen und damit einen Generationenwechsel eingeleitet.
Viele Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung 2019
Jüngere Mitglieder engagieren sich im Vorstand
Tabea Langemann wird zukünftig die Medienarbeit des LSVH betreuen. „Ich habe eine besondere Leidenschaft für das Marketing und habe schon viele Plakate und Flyer für den Verein entworfen“, begründet Langemann ihr Engagement. Ebenfalls neu gewählt wurde der Jugendleiter. Dieses Amt hat nun Marc Zöller inne. „Ich freue mich auf die Arbeit im Verein“, so Zöller. „Wie viele andere Vereine haben auch wir das Problem einer immer kleiner werdenden Mitgliederbasis“, erläutern Depenbusch. „Wir sind daher um so glückicher viele neue und jüngere Mitglieder für die ehrenamtliche Arbeit im Vorstand gewinnen zu können“, betont der Vorsitzende.
v.l.n.r. Marc Zöller (neuer Jugendleiter), Tabea Langemann (neue Medienbeauftragte), Adrian Vetter (Ausbildungsleiter), Tobias Ohlig (zweiter Geschäftsführer), Timo Wirtz (neuer zweiter Vorsitzender), Sven Henrich (Technikwart) und Christian Schrage (Platzwart) sowie Reinhard Erdmann (erster Geschäftsführer).
Neue Ideen und Erfahrung führen gemeinsam zum Erfolg
„Neben der Freude über viele neue Mitglieder, welche sich engagieren, sind wir natürlich froh, dass wir weiterhin auf erfahrene Mitglieder in der Vorstandsarbeit bauen können“, erklärt Timo Wirtz. Auch für Vereine nimmt der bürokratische Aufwand bei den Finanzen und dem Datenschutz immer weiter zu. „In diesem Bereich haben sich unser Geschäftsführer Reinhard Erdmann und andere Vereinsmitglieder als erfahrene Datenschützer engagiert eingebracht“, erklärt Wirtz, „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind gut aufgestellt“.
Viele Ehrungen für verdiente Mitglieder
Für langjährige Mitgliedschaft wurden dieses Jahr fünf Personen geehrt. Eine Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Anna Bruch, Florian Sareyko und Sebastian Sareyko. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Ralf Kehl und Walter Linden geehrt. Außerdem wurde Hartmut Krause für seine mehr als 25 Jahre als Geschäftsführer beim ehemaligen Luftsport Verein Netphen geehrt , Gerd Bäumer für 45 Jahre als ehrenamtlicher Fluglehrer und Arne Buch für mehrere Jahre Vorstandsarbeit.
Gerd Bäumer
Hartmut Krause
Ralf Kehl
Jetzt freuen sich die Mitglieder auf die neue Flugsaison und hoffen auf ähnlich gutes Wetter wie im letzten Jahr.
In unserer neuen Kategorie „Gewusst wie“ wollen wir interessierten und solchen die es werden wollen Antworten auf Fragen liefern die schon immer da waren aber vielleicht nie gestellt wurden.
Der erste Text beantwortet die Frage ob es Luftlöcher wirklich gibt.
Wenn Ihr Fragen habt können diese auch an medien@lsvh.de gestellt werden und wir liefern die Antwort.
Einfach dem Link folgen oder oben im Menü unter FAQ nachsehen.
Nachdem unser Vereinsmitglied Willi zunächst seine Lizenz zum Gleitschirmfliegen erworben hat begann er 2017 im LSVH mit der Ausbildung zum Segelflieger. Im folgenden Text erzählt er seine Geschichte und berichtet von seinem bisherigen High Light, dem Flug in den Alpen.
In jüngeren Jahren.
Sehnsucht
Nach meiner Erinnerung an den letzten Segelflug im Sommer 83. Nach langem fliegerischen Dornröschenschlaf beschloss ich es noch mal zu wagen.
Das erste Vergleichfliegen. Lange her.
Zunächst mit Gleitschirm
Also begab ich mich im Sommer 2015 kurzerhand zum Berg der Flieger und stürzte mich dort hinab. Anstrengend war´s; die Landungen mitunter schmerzhaft. Ich gab Gas und hielt nach der A- auch die zum Gleitschirm-Streckenflugberechtigende B-Lizenz nach kurzer Zeit in Händen. Ab in die Alpen! Eigentlich unbeschreiblich das Fliegen am Fels. Phantastisch das Emporschießen des Schirmsin in den anabatischen Hangaufwinden Sloweniens, Kroatiens und den italienischen Alpen. Und unvergleichlich das Aufdrehen mit dem „Kannibalen“, einem im Socatal jagenden Adler, dessen Krallen schon so manches Obersegel perforierten. Leider nur ein kurzes Vergnügen, da er mich in der Thermik locker abhängte.
Wieder zum Segelflug
Ende 2016 dann der Gang zum Fliegerarzt und Anfang 2017 die Aufnahme in den Luftsportverein Hünsborn. Vierunddreißig Flüge später der zweite „erste Alleinflug“ und am 2. November die Prüfung auf der Wasserkuppe, zu der mich, Mut machend, netterweise mein Fluglehrer Arne Buch, begleitete.
Schon höher ! Brodeln in der Atmosphäre.
Und dann in die Alpen
Anfang Mai: Dieter, Harry, Jürgen, Reinhard und Tobias nehmen mich unter ihre Fittiche.
Unser Ziel: Zell am See, im Herzen des Pinzgau gelegen und unter Segelfliegern bekannt wegen des gleichnamigen „Spaziergangs“, der sich vom Hausberg, der Schmittenhöhe über den Schattberg, vorbei an Zwölferkofel, Pass Thurn mit dem Jochberg, dem hochgewölbten Wildkogel nördlich der Krimmler Wasserfälle bis zum Durlaßboden östlich des Zillertals hinzieht.
Südlich, auf der anderen Seite der Salzacher-Talfurche
gelegen, die Zentralalpen: das weithin sichtbare Kitzsteinhorn, der 3798m hohe Großglockner
und weiter im Westen der eisige Großvenediger.
Der Spaziergang: eine 70km lange Rennstrecke.
Die Gegend in derDraufsicht. Super Orographie, wie die Talwindkarte der gleitschirmfliegenden Freunde zeigt. Das Hitzetief über den Alpen macht`s möglich. Und, klar zuerkennen, die ost-westliche Ausrichtung der Salzach.„Unser“Flugplatz inmitten des breiten Salzachtals am Rand eines allerdings recht hässlichen Industriegebietes. Im Hintergrund links, am Fuß des Kitzsteinhorns, Kaprun und links der Bildmitte, im satten Grün die nur 300m kurze, geschorene Landewiese der Segelflieger.
Mit den Flugzeugen Twin II, Mini Nimbus und einer DG800B sind genügend Flugzeuge für die acht fliegbaren Tage vorhanden.
Eine gute Ausbeute! Offenbar erwischen wir eine Schönwetterphase. Beschaulich, ja geradezu familiär, geht`s zu am Zeller Flugplatz. Kein Stress am Start. Die F-Schlepps zum Hausberg, der Schmittenhöhe dauern jeweils eine Viertelstunde und mehr als 10 startbereite Segelflugzeugehab ich nicht gezählt. Man sollte allerdings vor Mittag in der Luft sein.
Auch Schlepppiloten machen Siesta! Dumm gelaufen, wenn die Cumuli dann wie festgenagelt über denBergspitzen stehen. Da wir eine der Hallen zum Unterstellen der aufgerüsteten Maschinen nutzen dürfen, haben wir mit dem Frühstück keine Eile. Ab 10 Uhr geht’s los. Eine Winde gibt`s nicht und so wird man denn hinter einer Morane, oder, gemächlicher aber genauso teuer, mit der Diamond HK36 in die Luft befördert. 50 € pro 1000m sind kein Pappenstiel. Das läppert sich, muss man doch bis über den Schmitten satte 1500 Höhenmeter überwinden.
Die Piloten: Reinhard mit Thermikhut, im Twin der bestens gelaunte Harry mit seiner Renate und rechts im Profil Dieter,Ex-Fluglehrer und Pinzgaukenner.
Der Spaziergang
Die kleinen blauen Wölkchen in der Talwindkarte vermitteln einen nur unvollständigen Eindruck von den zahlreichen über den runden Grauwackerücken der Kitzbühler Alpenstehenden Bärten. Thermik satt. Und so kann man, wie Tobias meinte, von Wolkezu Wolke geradeaus fliegend und ohne einen einzigen Kreis den Gerloßpaß erreichen; wenn man denn die Ideallinie findet; was so einfach gar nicht ist.
Mit Tempo 180 geht`s bei einem Steigen von 5m/s rasant voran und man muss aufpassen, nicht von den Wolken gefressen zu werden. Wenn man diesen ausweichend und die Fahrt in Höhe umsetzend in deren Luv weiterkurbelt, fliegt man irgendwann auf Wolke Sieben.
Noch niedrig, über der Salzach. Dieter zeigt mir die Kitzbüheler Alpen. Links voraus, mittig neben dem Kabinenrahmen, die Schmittenhöhe.
Abstecher ins Hochgebirge
Spannender, weil alpiner, geht’s südlich der Salzach zu. Der eigens für Segelflieger eingerichtete Flugsektor über den Hohen Tauern erlaubt ausgedehnte Hochgebirgsflüge. Tobias war so nett und nahm mich mit auf die Reise.
Nah am Berg: Wasserfall- und Moserboden am Fuße desKitzsteinhorns. Die 36 Euro, die PKW- Fahrer für die Großglockner-Hochalpenstraße berappen müssen, haben wir gespart.Das Kitzsteinhorn mit Sommerskigebiet. Wir fliegen auf 3000m MSL. Weiter links das allmählich ins Blickfeld geratende Große Wiesbachhorn.
Den weiteren Flugweg Richtung Bischofshofen versperrt eine Regenfront. Über Saalfelden allerdings scheint noch die Sonne und das Mitterhorn strahlt uns an. An dessen östlicher Rippe steht der letzte Superbart dieses Tages. Stetig steigend öffnet sich ein faszinierender Blick aufs SteinerneMeer, das seinem Namen alle Ehre macht. Und weiter im Norden, etwa in Bildmitte, wolkenverhangen der Königssee
Endanflug
Im Endanflug, erwischt uns doch noch schlechtes Wetter. Nie zuvor habe ich einen Regenbogenüberflogen. Das Foto gelingt über Saalfelden, kurz vor Querung des Zeller Sees.
Wenig später dann der krönende Abschluss. Auffrischender Nordwind schiebt uns über den See gegen die Almen des 2470m hohen Imbachhorns. Aufachternd steigen wir bis in den Gipfelbereich dieser Bergpyramide und landen schließlich nach einer weiteren Stunde mit der untergehenden Sonne gerade rechtzeitig vor dem nächsten Regenguss.
Die Almen des 2470m hohen Imbachhorns.
Abschied
Die Abfahrt am letzten Morgen erfolgt bei bestem Wetter.
Wir entscheiden, das Abenteuer im Mai kommenden Jahres fortzusetzen. Dann vielleicht mit unserem neuen Arcus in Richtung Stratosphäre.
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